Demokratie im Gespräch: JUMP zu Gast in den Jahrgängen 8 und 9
Was bedeutet eigentlich Rechtsextremismus? Wo liegen seine Wurzeln und woran erkennt man rechtsextreme Denkweisen im Alltag? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schüler*innen der Jahrgänge 8 und 9 bei einem Besuch des Projekts JUMP vom CJD.
Gemeinsam mit den Jugendlichen wurde zunächst geklärt, was unter Rechtsextremismus verstanden wird und welche Vorstellungen und Einstellungen dahinterstehen. Dabei ging es vor allem um die Frage, wo demokratische Grundwerte wie Menschenwürde, Gleichberechtigung, Freiheit und gegenseitiger Respekt verletzt werden.
Besonders wichtig war dabei der offene Austausch. Die Schüler*innen konnten eigene Erfahrungen und Beobachtungen einbringen, Fragen stellen und Themen ansprechen, bei denen im Alltag vielleicht manchmal die passende Gelegenheit oder auch der Mut fehlt. Dafür wurde bewusst ein geschützter Raum geschaffen, in dem unterschiedliche Gedanken ausgesprochen, hinterfragt und gemeinsam eingeordnet werden konnten.
Auch die Rolle sozialer Medien spielte eine Rolle. Einige Jugendliche berichteten beispielsweise, dass ihnen Beiträge und Videos, etwa des Content Creators Marcant, dabei geholfen hätten, rechtsextreme Aussagen und deren menschenverachtenden oder antidemokratischen Charakter besser zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.
Die Mitarbeitenden von JUMP berichteten zudem aus ihrer praktischen Arbeit. Das Angebot richtet sich unter anderem an Menschen, die sich aus rechtsextremen Strukturen lösen möchten, an Angehörige und Fachkräfte sowie an Personen, die Beratung im Zusammenhang mit extrem rechten Einstellungen oder Verschwörungsdenken suchen.
Am Ende stand dabei nicht nur die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im Mittelpunkt. Vielmehr ging es um eine grundlegende Frage, die uns alle betrifft: Wie wollen wir in einer demokratischen Gesellschaft miteinander leben?
Demokratie bedeutet, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie bedeutet aber ebenso, die Würde und die Rechte anderer Menschen zu achten. Genau dafür braucht es Wissen, Austausch und die Möglichkeit, Fragen zu stellen, auch unbequeme.
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