Gegen das Vergessen
„Die Erinnerung macht uns bewusst, wohin es führt, wenn eine Ideologie von Krieg, Menschenverachtung und Völkermord die Köpfe vieler Menschen vergiftet. Wir dürfen nie vergessen, zu welchem Zivilisationsbruch Mitbürger fähig sind. Mitmenschlichkeit und Menschenwürde sind unteilbar. Das ist die Lehre aus dem nationalsozialistischen Terror, und sie ist aktueller denn je.“ (Vizepräsidentin des Landtages Brandenburg, Barbara Richstein)
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts führten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a am 7. November eine Exkursion in das ehemalige Konzentrationslager Ravensbrück durch.
Dort wurden sie von einer jungen Mitarbeiterin der Gedenkstätte begrüßt und in einer zweistündigen Führung mit dem Ort und dessen grausamer Geschichte vertraut gemacht. Insbesondere auf dem weiträumigen Lagergelände sind zwar nur noch wenige Gebäude vorhanden, aber trotzdem konnten sich die Jugendlichen ein Bild von den unmenschlichen und lebensverachtenden Geschehnissen in den Jahren des Nationalsozialismus und während des zweiten Weltkrieges machen. Nach der Befreiung durch die Sowjetarmee wurde das Lager weiterhin als Kaserne genutzt.
Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, selbstständig das Gelände zu erkunden. Dann kamen alle zu einem kleinen Gedenken zusammen. Es wurden noch einmal Zahlen genannt. Insgesamt gab es etwa 42.500 Plätze in Europa, an denen die Nazis Menschen hungern ließen, mit Zwangsarbeit quälten und auf bestialische Weise ermordeten. Zwischen 1933 und 1945 gab es ca. 3,5 Millionen KZ-Häftlinge. Bis zu 450.000 Menschen starben bis 1945 allein in den Lagern im Reichsgebiet an Gewalt, Unterversorgung, Krankheit oder durch Zwangsarbeit.
Mit dem oben aufgeführten Zitat und dem Niederlegen von Blumen endete dieser Vormittag, der sicherlich noch eine Weile im Gedächtnis der jungen Leute bleiben wird.
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