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Wangeliner Garten unter neuer Leitung – Quelle: https://www.svz.de/21240122 ©2018

Ganzlin, den 04.10.2018

Bärbel Eisenblätter hat große Lust auf junge Besucher

Der landesweit größte Kräutergarten in Wangelin hat mit Bärbel Eisenblätter eine neue Leiterin. Nachdem die Vorgängerin Beate Neumerkel wieder in ihr angestammtes Metier als Architektin zurückkehrte, hatte sich die diplomierte Biologin auf die freie Stelle beworben – mit Erfolg. Dabei kam ihr unter anderem zugute, dass sie im Bereich Umweltbildung auf reiche Erfahrungen bauen darf.

Angesammelt hat sich dieser Schatz vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bei Führungen durch Nationalparks. Fachlich konnte Bärbel Eisenblätter dabei von ihrer Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin und ihrem späteren Biologie-Studium in Oldenburg profitieren. „In Wangelin habe ich viel Bewährtes vorgefunden“, sagt Eisenblätter. Was heißen soll, dass die bisherigen Programmangebote wie beispielsweise für Ausflügler und Mitglieder von Vereinen erhalten bleiben. „Zusätzlich möchte ich mehr thematisch orientierte Führungen anbieten“, sagt die neue Leiterin des Wangeliner Gartens. Zum Programm zählen aus ihrer Sicht auch die Veranstaltungen, die der Wangeliner Kulturverein mit Lesungen, Konzerten, Ausstellungen oder Filmen macht.

Wangeliner Garten besser am Nahverkehr anbinden

Kopfzerbrechen bereite es ihr, Schulklassen besser einzubinden. „Ich habe große Lust auf mehr junge Besucher im Wangeliner Garten.“ Doch das hapere derzeit vor allem daran, dass der Garten mit öffentlichem Personennahverkehr so schlecht erreichbar sei, so Bärbel Eisenblätter. Deshalb mache sie sich stark für eine Initiative aus dem Europäischen Sozialfonds, um die natur- und freizeitorientierten Angebote westlich des Plauer Sees eng miteinander zu vernetzen. „Dabei könnte ein Projekt namens Elli die Mobilität in dieser Region verbessern helfen“, sagt sie.

 

Es gelte, so Bärbel Eisenblätter, Neugierige mit neuen Ideen anzulocken. Als ein künftiges Thema hat die Biologin im Garten den Teich entdeckt. Er könne auf Kleinstlebewesen wie Molche und Schnecken oder Mikroorganismen untersucht werden, die als Indikatoren für die Gewässerqualität gelten „und zum Anschauungsobjekt werden“.

Bärbel Eisenblätter wirbt dafür, sich als Praktikant mit vielfältigen Aufgaben im Garten zu engagieren. Eine weitere Möglichkeit, sich für den Garten einzusetzen, sei eine Pflegepatenschaft für ein Beet zu übernehmen. „Wir können helfende Hände jederzeit gut gebrauchen.“

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Wangeliner Garten unter neuer Leitung – Quelle: https://www.svz.de/21240122 ©2018