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„Lehmbau boomt“

Gnevsdorf, den 27.08.2018

Zum letzten Mal in diesem Jahr lud das Gnevsdorfer Lehmbaumuseum zu seiner Veranstaltung „Mecklenburger Lehmbausommer“ ein. Dabei standen das Arbeiten und Experimentieren mit Lehm sowie Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene unter Anleitung vom Lehmbaufachmann Michael Fritsch im Mittelpunkt. Der Lehmbauer aus Tangendorf beantwortete Fragen zu traditionellen Lehmausfachungen von Fachwerkhäusern mit Lehmwickeln oder Weidengeflecht und zu deren traditionellem Verputz.

Vor zwanzigJahren baute Michael Fritsch noch Asphaltstraßen. Doch das heiße Material und seine schädlichen Ausdünstungen ließen ihn nach Alternativen suchen. Nachdem er sein eigenes Haus in Lehmbauweise errichtet hatte, stand sein Entschluss fest. Er konnte die Handwerkskammer davon überzeugen, dass für seinen Berufswunsch zertifizierte Lehrgänge ausreichten. Zur Zeit saniert er mit seiner Belegschaft in Garsedow bei Wittenberge unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes eine 500 Jahre alte Scheune. „Ich muss jeden Handgriff genau dokumentieren.“ Wenn der mit Reet gedeckte Bau fertig ist, wird er unter anderem Veranstaltungsräume, ein Standesamt, Ferienzimmer und eine Praxis für Physiotherapie beherbergen.

Fritsch: „Lehmbau boomt.“ Wer mehr über ihn erfahren möchte, findet weitere Informationen im Internet unter www.derlehmbauer.de Das Gnevsdorfer Lehmbaumuseum steht vor seiner Winterpause. An zwei Freitagen (7. und 21. September) wird noch einmal der große Lehmbackofen angeheizt. Am Tag des offenen Denkmals (9. September) und am Tag der Regionen (3. Oktober) werden Sonderführungen angeboten.

– Quelle: https://www.svz.de/20827762 ©2018

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: „Lehmbau boomt“