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Im Hortensien-Garten

Wendisch Priborn, den 30.06.2018

An der Grenze zu Brandenburg schuf sich Klasiem Kuperus eine blühende Oase

Eigentlich gilt ja das Auto als des Deutschen liebstes Spielzeug. Wenn da nicht der Garten wäre. In dieser Woche besuchen wir Leser mit einem besonders grünen Daumen, Leser, die sich ihre Refugien, ihre Rückzugs- und Wohlfühlorte geschaffen haben.

Hortensien sind ihre Welt. Die vielen Farben und die vielen Formen haben es der Hobbygärtnerin Klasiem Kuperus aus Wendisch Priborn angetan. Über 150 Sorten des Ziergewächses gedeihen im Garten der 50-Jährigen. Angefangen habe alles mit drei Pflanzen. Die setzte sie vor einigen Jahren in ein kleines Beet vor den Hauseingang. „Und dann ging es immer weiter und weiter“, erzählt die gebürtige Holländerin. Von Hortensien könne sie nicht genug kriegen, gesteht sie. „Egal auf welchen Markt ich gerade bin, eine nehme ich immer mit“, sagt Kuperus und lächelt.

Doch die farbenfrohe Blütenpracht ist nicht das Einzige, was bei einem ersten Besuch des Gartens staunen lässt. Das Sommerrefugium von Kasiem Kuperus leuchtet, dem saftig-grünen Rasen hat die wochenlange Hitze scheinbar nichts ausgemacht. Zwei- bis dreimal die Woche werde er gemäht und gelegentlich gemulcht, das sei das Geheimnis.

Nicht nur Mensch fühlt sich an diesem schönen Fleckchen Erde sofort wohl. Auch Tiere leben auf dem Grundstück. Klasiem Kuperus hält neben zwei Hunden, neun Alpakas. Die Mini-Kamele stehen natürlich nicht auf dem immergrünen Rasen, sondern haben ausreichend Platz auf der Weide nebenan.

Inmitten des etwa 2000 Quadratmeter großen Grundstücks steht eine jahrhunderte alte Eiche. „Sie ist mit Sicherheit über zweihundert, dreihundert Jahre alt“, meint die Hobby-Gärtnerin. Im kühlen Schatten des symbolträchtigen Baums richtete sich Klasiem Kuperus ihren absoluten Lieblingsplatz ein. Ein Tisch und zwei Stühle laden zum Verweilen, mag es auch noch so heiß sein. Lesen, essen, basteln - so beschäftige sie sich hier, neben der Gartenarbeit, in den Sommermonaten. Der Fernseher bleibt aus, sagt sie.

Seit 1993 lebt Klasiem Kuperus in dem idyllischen Örtchen nahe der brandenburgischen Grenze. Vor acht Jahren zog sie in das Haus ihres Lebensgefährten und machte das großzügige Grundstück zu einem einzigartigen, grünen Rückzugsort. Ihr grünes Reich zu zweit genießen - das wäre eine Möglichkeit.

Doch Kuperus hat etwas anderes vor. Als Selbstständige betreibt sie einen Party- und Cateringservice und möchte künftig die ausgebaute Scheune neben dem Haus als Veranstaltungsort vermieten. Drei Jahre haben sie und ihr Partner das alte Gemäuer renoviert. „Bald ist alles fertig“, sagt sie. Dann können Geburtstage, Hochzeiten und Jubiläen gefeiert werden.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Im Hortensien-Garten